Das papierene Erbe von 1968
1968 als „Taschenbuch-Revolution"
1968 vielfach als „Taschenbuch-Revolution" beschrieben. Die Suhrkamp-Kultur als Ausdruck für die „Verwestlichung" der BRD. Die Politisierung um 1968 warf die Frage auf, ob Bücher anders produziert werden sollten. Als Versuche in etablierten Verlagen scheiterten, gründeten sich Kleinstverlage, Kollektive, linke Buchhandlungen und Gegenmessen. Die alternative Publikationskultur gelangte in den 1970er Jahren ins Zentrum wissenschaftlicher Tätigkeit, als ehemalige Studierende akademische Posten übernahmen. Die Veranstaltung wirft Schlaglichter auf diese Geschichte – und hinterfragt die These von 1968 als Leserevolution.