Gegr. Dezember 2014 Hamburg · Salon der Kritiken

Die Praxis der Theorie kommt immer zu spät.

Die Gesellschaft zur Erforschung der Nachträglichkeit weiß darum, dass die Praxis der Theorie immer zu spät kommt. Es wird daher zu keinem letzten Gefecht kommen, zu keiner Verkündigung einer Wahrheit der Theorie. Deshalb belehrt sie nicht darüber, wie die Welt sein soll, sondern versucht zu begreifen, wie sie so geworden ist.

Die Gesellschaft befasst sich mit der Durcharbeitung, Traditionalisierung und Aktualisierung kritischer Gesellschaftstheorie, ohne dabei an ein Programm oder eine Schule gebunden zu sein. Die Gesellschaft organisiert Vorträge, Diskussionen, Workshops und andere Zusammenkünfte, bei denen wesentliche Momente der Gesellschaftskritik diskutiert und für die emanzipatorische Praxis erschlossen werden.

Fortlaufend

Kolloquium für kritische Theorie

Ein offenes Kolloquium für kritische Theorie der Gesellschaft zur Erforschung der Nachträglichkeit.

Rhythmus
Jeden ersten Sonntag im Monat
Uhrzeit
14:00–17:00 Uhr
Ort
›Pferdestall‹, Allende-Platz 1, Universitätscampus Hamburg
Kontakt
gesellschaftnachtraeglichkeit@gmail.com

Chronik & Neues

13 Einträge
Reihe N° 01

Sich in die Stärke des Gegners stellen.

Im Jahr 2022 jährt sich zum 191. Mal das Todesjahr Hegels. Statt einer Jubiläumsveranstaltung soll die geplante Reihe sich unzeitgemäß mit Hegel befassen – mit den Problemen, die Hegel sich kritisch und peinlich genau stellte und die uns teils immer noch beschäftigen. Informationen kommen!

Lektürekurs 01.03.2020 · Discord (virtuell) N° 02

Grammatologie-Lektürekurs

Seit März 2020 gibt es einen Lektürekurs zu Jacques Derridas „Grammatologie". Der Kurs findet virtuell über Discord statt.

Auf der Spur bleiben
Publikation N° 03

Endlich wieder:

Zwei Assoziierte werden bald das entscheidende Werk Hocquenghems wieder zugänglich machen und mit einem Nachwort versehen. Hocquenghem fordert ein neues Denken über Geschlecht, Begehren und Sexualität, jenseits binärer Schemata und des »ödipalen Dreiecks«.

Vorlust überwinden
Notiz N° 04

Nichtnormierte Kämpfe / Eine andere Arbeiter*innenbewegung nach 1968ff.

Zum September 1969 mit wilden Streiks im Saarland und an der Ruhr; zur Debatte zwischen parteiförmiger Politik und undogmatisch orientierten Kreisen im SDS.

Weiterstreiten
Notiz N° 05

Die Wiederkehr der linken Melancholie?

»Linke Melancholie« als Schlagwort – das auf die Träume der 1968er-Revolten folgende »Trauma« sei nicht mit Tatkraft und Zukunftszugewandtheit bewältigt worden.

Veranstaltung MPZ Hamburg N° 06

Eine andere Arbeiter*innenbewegung I

Gemeinsam mit dem MPZ Hamburg. Filmemacherin Johanna Schellhagen und Gruppenmitbegründer Wolfgang Schaumberger werden anwesend sein. Thema: die „Gruppe oppositioneller Gewerkschafter", die 2004 einen der wichtigsten wilden Streiks der deutschen Nachkriegsgeschichte organisierte.

Join a union!
Veranstaltung 07.06.2019 · ab 19 Uhr · Hamburg N° 07

Veranstaltung „Theorie und Praxis"

Vorträge und Diskussionen mit Alexander Garcìa Düttmann (Universität der Künste Berlin) und Jan Müller (Universität Basel). Thema: das Verhältnis von Theorie und Praxis, ausgehend von 1968.

Veranstaltung 26.04.2019 · ab 19 Uhr · Hamburg N° 08

„Eine Revolution des Begehrens?"

Vortrag und Diskussion mit Hauke Branding und Lukas Betzler (Universität Lüneburg). Thema: 1968 als Katalysator für die LGBTI*-Bewegung, homosexuelles Begehren als subversive Kraft, Verbindung zu kritischer Theorie.

Veranstaltung 06.04.2019 · 19 Uhr · mpz (Sternstraße 4) N° 09

„Das papierene Erbe von 1968"

Vorträge und Diskussion mit Morten Paul (August-Verlag Berlin) und Katharina Kreuzpaintner (Humboldt-Universität Berlin). Thema: 1968 als Taschenbuch-Revolution, Suhrkamp-Kultur, Verlagskollektive.

Vortrag 01.03.2019 · Hamburg N° 10

„Was ist und warum betreiben wir kritische Paläontologie?"

Warum der Deinonychus antirrophus als Wappentier gewählt wurde. Einführungsvortrag in das Selbstverständnis der Gesellschaft zur Erforschung der Nachträglichkeit.

Veranstaltungsreihe 23.02.2019 · Hamburg N° 11

Veranstaltungsreihe »Das Erbe von 1968ff.«

Ab 23. Februar 2019. 50 Jahre 1969. Zum Zerfall des SDS, zur Debatte um Klassen- und Identitätspolitik. Broschüre downloadbar.

Rezension 01.12.2018 N° 12

Was tun mit dem Erbe von 1968?

Zu Rudi Dutschkes Werken (Wagenbach Verlag) und Willi Jaspers »Der gläserne Sarg« (Matthes & Seitz).

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Essay 31.10.2018 N° 13

Zum Verhältnis von Klassen- und Identitätspolitik

Zum Verhältnis von Klassen- und Identitätspolitik. Erstveröffentlichung November 2018.