Die Gesellschaft zur Erforschung der Nachträglichkeit weiß darum, dass die Praxis der Theorie immer zu spät kommt. Es wird daher zu keinem letzten Gefecht kommen, zu keiner Verkündigung einer Wahrheit der Theorie. Deshalb belehrt sie nicht darüber, wie die Welt sein soll, sondern versucht zu begreifen, wie sie so geworden ist. Die Gesellschaft befasst sich mit der Durcharbeitung, Traditionalisierung und Aktualisierung kritischer Gesellschaftstheorie, ohne dabei an ein Programm oder eine Schule gebunden zu sein. Die Gesellschaft organisiert Vorträge, Diskussionen, Workshops und andere Zusammenkünfte, bei denen wesentliche Momente der Gesellschaftskritik diskutiert und für die emanzipatorische Praxis erschlossen werden.